Presse

Allgemeine Informationen für die Presse

Soroptimist International – Eine weltweite Stimme für Frauen

Der Name Soroptimist International (SI) ist vom Lateinischen,  „sorores optimae“, abgeleitet und wird von den Mitgliedern als Anspruch an das eigene Verhalten im Leben und im Beruf und als mitmenschliche Verpflichtung verstanden.

In den Clubs kann jeder Beruf und jede Tätigkeit nur durch ein aktives Mitglied vertreten sein. Die Vielfalt der Berufe sowie die Pluralität der Meinungen ermöglichen ein hohes Maß an Information, Einsichten und Austausch unter den Clubmitgliedern und eine Bereicherung im praktischen Leben.

Soroptimistinnen sind aktiv in Fragen der rechtlichen, sozialen und beruflichen Sicherung der Frau und bringen ihre Stellungnahme in die öffentliche Diskussion ein. So ist beispielsweise SI Deutschland Mitglied im Deutschen Frauenrat, und viele Clubs arbeiten in Landes- und örtlichen Frauenräten mit. Neben diesem gesellschaftspolitischen Engagement agieren Soroptimistinnen als Netzwerk für und von Frauen im Berufs- und auch im Privatleben.

Soroptimist International Deutschland hat 202 Clubs mit mehr als 6.000 Mitgliedern (Stand 07/2013). Der erste Club wurde 1930 in Berlin gegründet. Der Club Augsburg wurde am 14.Oktober 2000 als 123. Club von SI Deutschland gechartert.

Die Europäische Föderation, zu der SI Deutschland gehört, zählt 1.214 Clubs mit etwa 35.000 Mitgliedern, darunter sind auch neu gegründete Clubs in vielen mittel- und osteuropäischen Ländern.

Soroptimist International ist mit rund 90.000 Mitgliedern und ca. 3.170 Clubs in 125 Ländern vertreten und die weltweit größte internationale Organisation berufstätiger Frauen. Sie  ist als Nichtregierungsorganisation (NGO) in zahlreichen Organisationen der Vereinten Nationen vertreten (WHO, UNHCR, ECOSOC, UNIDO, ILO, UNEP, UNESCO, UNICEF), zum Teil mit antragsberechtigtem Status. Die Europäische Föderation von Soroptimist International ist als NGO im Europarat vertreten.

Als Serviceorganisation leistet Soroptimist International bei zahlreichen Hilfsprojekten auf internationaler, nationaler und lokaler Ebene ideelle, finanzielle und persönliche Hilfe und vergibt Stipendien.

Quelle: SI Deutschland, Stand Juli 2013


PRESSEMITTEILUNG DES CARITASVERBANDES FÜR DIE DIÖZESE AUGSBURG e. V.:
Beim Jonglieren einfach nur Kind sein dürfen
Spenden ermöglichen Kindern aus suchtbelasteten Familien einen besonderen Kurs

Augsburg, 01.08.2014 (pca). (zoe) Alle 14 Tage treffen sich Kinder aus suchtbelasteten Familien in ihrer Kiasu-Gruppe der Caritas in Augsburg. Dort können sie in geschütztem Rahmen unter sozialpädagogischer und heilpädagogischer Begleitung einfach nur Kind sein und in der Gruppe, in der sie sich aufgehoben wissen, spielen. Jetzt startete ein neues Projekt der Kiasu-Kinder.
Jongleur Wolfgang Pfeiffer bringt ihnen das Jonglieren bei. Er fängt mit Tüchern an, dann geht er über zu den Bällen, bevor die Kinder auch Jonglierkeulen und Stäbe beherrschen lernen. Das Jonglieren vermittelt ihnen zudem auch die körperliche Erfahrung, sich anderweitig bewegen zu können, anders als sie bislang vielleicht dachten. Durch den Verkauf des Caritas-Kochbuches „Tolle Gerichte für wenig Geld“ und des Augsburger Frauen-Clubs „Soroptimist International“ kann der Jonglier-Kurs finanziert werden.
Die kleinen Teilnehmer von sechs bis zwölf Jahren erleben mit der Kiasu-Gruppe Spaß und Freude bei Ausflügen zum Kegeln, in den Zoo oder zum therapeutischen Reiten im Gegensatz zu ihrem oft belastenden und traurigen Alltag in problematischen durch Suchterkrankungen der Eltern geprägten Familienverhältnissen. Aber auch außerhalb der Gruppenstunde sind die Gruppenleiterinnen Marion Freitag und Christiane Kling immer per Handy erreichbar und stehen etwa über WhatsApp mit den Kindern in Kontakt. Oft ist schon eine kurze ausgetauschte Nachricht ein Zeichen der Hilfe: „Da denkt jemand an mich, wenn ich mich jetzt gerade traurig fühle.“

Jonglage-Kurs

Jonglage-Kurs


PRESSEMITTEILUNG DES CARITASVERBANDES FÜR DIE DIÖZESE AUGSBURG e. V.:

Damit Kinder ihre Situation zuhause besser bewältigen zu können
Organisation berufstätiger Frauen „Soroptimist“ unterstützt Kiasu-Projekt

Augsburg, 15.07.2014 (pca). Sie setzen sich für Bildung ein und wollen, dass Kinder zu selbstbewussten entscheidungsfreudigen Erwachsenen heranreifen können, auch jene, die es schwerer haben als andere. Der Augsburger Club von „Soroptimist International“, der weltweit größten Service-Organisation berufstätiger Frauen, hat sich deshalb 2014 entschieden, auch das Augsburger Caritas-Projekt für Kinder aus suchtbelasteten Familien (Kiasu) zu fördern. 500 Euro übergaben nun die Präsidentin des Augsburger Clubs, Dr. Gertrud Roth-Bojadzhiev, und Vorstandsmitglied Mechtild Teuber dem Augsburger Diözesan-Caritasdirektor Pfarrer Dr. Andreas Magg sowie den Verantwortlichen für das Kiasu-Projekt Christiane Kling und Marion Freitag. „Wir sind begeistert von diesem Projekt, weil es diesen Kindern hilft, ihre besonderen Belastungen zuhause besser bewältigen zu können“, sagte Roth-Bojadzhiev. Teuber, Vorstandsmitglied bei Soroptimist, hatte als Mitarbeiterin des Augsburger Diözesan-Caritasverbandes dafür geworben.

Soroptimist-Spende_für_Kiasu-Projekt

Die Soroptimist-Präsidentin Dr. Gertrud Roth-Bojadzhiev (2.v.re.) brachte einen Scheck in Höhe von 500 Euro für die Kinder der Kiasu-Gruppe mit. Darüber freuten sich Diözesan-Caritasdirektor Pfarrer Dr. Andreas Magg (1.v.li.), Marion Freitag (3.v.li.) und Christiane Kling (2.v.re.) und Mechtild Teuber (1.v.re.).


Zeitungsartikel: 10-jähriges Jubiläum

Augsburger Allgemeine vom 18.02.2010

Wenn Frauen netzwerken

Jubiläum Club Soroptimist feiert heuer zehnjähriges Bestehen

Wie sehen eigentlich erfolgreiche Netzwerkerinnen aus? Wer es wissen will, kann sich im Club Soroptimist  umschauen. Das Augsburger Netzwerk für Frauen im Berufsleben wird heuer zehn Jahre alt.

Schon jetzt sind die Vorbereitungen für die große Feier am 16. Oktober angelaufen, wie Clubpräsidentin Gertrud Roth-Bojadzhiev  berichtet. Die 64-jährige promovierte Kunstgeschichtlerin wird sich mit ihrem Vorstandsteam heuer vor allem ums Jubiläum kümmern. Dazu zählen Betriebsärztin Eva Bösselmann-Heyn und Künstlerin Brigitte Heintze als ihre Stellvertreterinnen sowie Apothekerin Irene Müller-Wening als Schatzmeisterin und Christine Simmerding von der Hessingstiftung als Schriftführerin.

Weil der Augsburger Club mit 31 Mitgliedern der weltweiten Organisation Soroptimist International angehört, sollen beim Jubiläum auch möglichst viele Gäste von auswärts mitfeiern, zum Beispiel die Partnerclubs München Schwabing und Glarus (Schweiz). Allgemein setzt sich Soroptimist International für wichtige gesellschaftliche Ziele ein. Besonders sollen Frauen gefördert werden. Aktuell unterstützt der Club Augsburg drei ausländische Studentinnen mit herausragenden Leistungen an der Hochschule Augsburg. Sie bekommen die Studiengebühren gesponsert. (eva)


Augsburger Allgemeine vom 18.10.2010 zum zehnjährigen Jubiläum des Clubs SI Deutschland Augsburg

Karrierefrauen

Wie Studentinnen per Stipendium von Soroptimist International gezielt unterstützt werden. Förderung von Frauen für Frauen gibt es in Augsburg seit zehn Jahren

Von Eva Maria Knab

Caroline Mwangi aus Kenia und Tatiana Stukach aus Russland stehen noch ganz am Anfang ihrer beruflichen Karriere. Die Russin studiert an der Hochschule Augsburg in der Männerdomäne Technische Informatik und wird demnächst fertig. Die Kenianerin hat gerade ihren Abschluss in „International Management“ gemacht. Beide sind begabte junge Frauen. Beide bekommen deshalb ein Stipendium vom Club „Soroptimist International“, der seit zehn Jahren gezielt Frauen fördert. Nun aber wird es für alle Beteiligten spannend: Werden es Tatiana und Caroline schaffen, auch beruflich Karriere zu machen, vielleicht hinauf bis in die Führungsetagen der Wirtschaft?

Wie es um die Chancen von qualifizierten Frauen steht, Spitzenjobs in Wirtschaft oder Politik zu ergattern, ist in Deutschland gerade ein großes Thema. Viele Medien berichten darüber, etwa das Wirtschaftsmagazin Capital. Auch die CSU-Spitze will jetzt eine Frauenquote, um endlich mehr weibliches Führungspersonal zu bekommen. Doch Forderungen sind das eine, die Realität ist oft anders: Angenommen Caroline Mwangi würde in die Kommunalpolitik wechseln. Dann hätte sie in Augsburg gerade wenig Aussichten auf einen Spitzenjob. Alle städtischen Referenten inklusive Bürgermeister und OB sind Männer. Ein Thema, das Kulturreferent Peter Grab zum zehnjährigen Bestehen des Augsburger Clubs Soroptimist International ansprach. Den Frauen eine starke Stimme zu geben ist heute so aktuell wie zu Gründungszeiten von Soroptimist, sagt Grab. Ihm gefällt besonders der interkulturelle Ansatz.

Anwältin und Arbeitsrechtler Uta Behrens vom Deutschen Juristinnenbund beschreibt, wie es um Frauen an der Spitze der Wirtschaft bestellt ist. Danach sind heute mehr als die Hälfte aller Absolventinnen von Universitäten in Europa Frauen. Oft hätten sie bessere Abschlüsse als Männer, so Behrens. Viele Frauen studieren auch Jura oder Wirtschaftswissenschaften, also Fächer mit denen sie für eine Karriere in der Wirtschaft qualifiziert wären. Allerdings verkaufen sich Frauen bei Bewerbungen oft schlechter als Männer, so Behrens.

In Firmen hört die Juristin auf die Frage, warum nicht mehr Frauen für Spitzenjobs engagiert werden, immer wieder eine Antwort: „Wir gehen immer nur nach Qualifikation“.“ Dieses Argument sei angesichts so vieler qualifizierter Frauen nicht mehr nachvollziehbar“, sagt sie. Aus Sicht von Behrens spielt es gesellschaftlich eine große Rolle, wie sich große Unternehmen verhalten. Bei 30 börsennotierten Konzernen in Deutschland ist ein Wandel in Gang. In den letzten Monaten hat sich die Zahl der weiblichen Vorstände vervierfacht. Mit nunmehr vier Frauen unter mehr als 180 Männern seien Frauen in diesen Positionen aber weiter „dramatisch unterbesetzt“, so Behrens.

Nachwuchsmanagerin Caroline Mwangi hat ihre Bewerbungen bei Firmen laufen. Auf Rückmeldungen wartet sie noch. Eines aber weiß sie schon genau: Durch die Frauen von Soroptimist fühlt sie sich gut gefördert und integriert. „Solche Frauen, die erfolgreich sind, lernt man in Deutschland normalerweise nicht auf der Straße kennen“, sagt sie.

Zum Festakt im Stiermannhaus begrüßte Präsidentin Roth-Bojadzhiev  Vertreterinnen von Clubs aus ganz Deutschland und vom Schweizer Partnerclub in Glarus.

Glückwünsche gab es von Magdalena Erkens, Vizepräsidentin von Soroptimist in Deutschland. Unter den Gästen waren Kulturreferent Peter Grab und Sozialreferent Max Weinkamm als Vertreter der Stadt. Gesehen wurden auch Rupert Scheel (Industrie- und Handelsgremium) und Cornelia Kollmer (Stadtsparkasse).

 

Pressefoto: Frauen fördern Frauen

Frauen fördern Frauen: Die begabten ausländischen Studentinnen Caroline Mwangi und Tatiana Stukach werden von SI Club Augsburg mit einem Stipendium unterstützt. Zusammen mit den Clubmitgliedern Vera Scheel, Ursula Lauterbach, Clubpräsidentin Gertrud Roth-Bojadzhiev sowie Brigitte Heintze freuen Sie sich über ihre Erfolge.

 

Zeitungsartikel: Amtsübergabe
Augsburger Allgemeine vom 18.11.2011

Karriereschub für junge Frauen

Sie heißen Caroline, Irina und Tatiana. Und alle drei sind junge Frauen aus dem Ausland, die sehr erfolgreich an der Hochschule Augsburg studiert haben. Beinahe hätten die begabten Ausländerinnen aus Kenia, der Ukraine und Russland ihren Hochschulabschluss nicht mehr machen können. Die Einführung der Studiengebühren brachte sie finanziell in die Klemme. Doch der Frauenclub Soroptimist International half ihnen mit Stipendien, die akademische Karriere in Deutschland doch noch zu meistern. „In dieser Tradition wollen wir weitermachen und junge Frauen fördern“, sagt Ulrike Niederzoll, die neue Präsidentin von Soroptimist, Club Augsburg. Die 62-jährige hat sich selbst jahrzehntelang um Bildung für junge Menschen gekümmert. Sie war Lehrerin für Deutsch, Geschichte und Sozialkunde am Gymnasium Maria Stern. Jetzt ist sie in der Freistellungsphase und hat Zeit, für zwei Jahre die Regie bei Soroptimist zu übernehmen. Als neue Vizepräsidentin stehen ihr die Medizinerinnen Eva Bösselmann-Heyn und Sabine Lutz zur Seite. Neu im Vorstand ist Theologin Sabine Düren. Schatzmeisterin bleibt Apothekerin Irene Müller-Wening. (eva)


Zeitungsartikel zu einzelnen Sozialprojekten:

Augsburger Allgemeine vom 23.10.2012

DAAD-Preis für Tatiana Stukach

An der Hochschule Augsburg geht der Preis des Akademischen Austauschdienstes (DAAD)  für hervorragende ausländische Studierende an Tatiana Stukach aus Russland. Die 30-jährige hatte sich im Wintersemester 2007/08 in den Bachelor-Studiengang Technische Informatik eingeschrieben. 2008 wurde sie in das Patinnen-Netzwerk des Frauenclubs Soroptimist International Augsburg aufgenommen. Für sehr gute Studienleistungen bekam sie ein Stipendium in Höhe der Studienbeiträge bis zum Studienende. Nach einem familiären Schicksalsschlag und einer damit verbundenen Pause hält sie durch. Ihr Studium will sie im Wintersemester 2012/13 beenden (eva)


Augsburger Allgemeine vom 17.04.2012

Neues Stipendium rettet Studentin

Frauenclub fördert junge Tunesierin

Olfa Ajmi ist eine kluge und mutige junge Frau. Ganz allein kann die Muslimin aus Nordafrika nach Deutschland um hier zu studieren. Doch zuletzt hätte die Tunesierin ihr Mut fast verlassen. Sie stand kurz davor, ihr Studium der Musiktherapie in Augsburg trotz guter Noten aus Geldmangel abzubrechen. Nun kommt es anders.  Olfa Ajmi kann von einem neuen Stipendium der Frauenorganisation Soroptimist International“ profitieren und weitermachen.

Olfa Ajmi (28) kommt aus der Hauptstadt Tunis, aus einer muslimischen Familie, die dem Westen gegenüber aufgeschlossen ist. Daheim hat sie ein Studium der Musik und Musikwissenschaft absolviert und in einer staatlichen Hochschule unterrichtet. Beim musizieren mit Kindern habe sie entdeckt, wie Musik die Menschen öffnet, so dass sie besser mit ihren Problemen umgehen können, erzählt sie. Deshalb will sie Musiktherapie zu ihrem Beruf machen. „Soziale Arbeit macht mir Spaß, ich mag es, anderen Menschen zu helfen“.

Auch als Sprecherin für Augsburg aktiv

Ihr dreijähriges Studium an der Uni Augsburg hat Olfa Ajmi zur Hälfte geschafft. Nun ist ihr Vater Rentner und kann sie nicht mehr unterstützen. Als ausländische Studentin darf sie in Deutschland nur in begrenztem Umfang jobben. Olfa Ajmi arbeitet nebenbei mit Schizophreniekranken und sie engagiert sich in der Deutschen Musiktherapeutischen Gesellschaft als Studentensprecherin für Augsburg.

Mit dem neuen Stipendium des Augsburger Clubs von Soroptimist International hat sie wieder ein sicheres finanzielles Fundament für Ihr Studium. Ein Jahr lang erhält sie monatlich 650 €, wobei der Förderbetrag des Clubs mit der gleichen Summe aus einem Programm des Deutschen Akademischen Austauschdienstes aufgestockt wird. Das Frauennetzwerk von Soroptimist will begabte, aber bedürftige Studentinnen fördern, die sich über ihr Studium hinaus engagieren. „Unsere Idee ist, dass Frauen gesellschaftlich mitwirken“ sagt die Augsburger Clubpräsidentin Ulrike Niederzoll, „das sei bei Olfa Ajmi der Fall“. (eva)


Augsburger Allgemeine vom 14.12.2011

Sterne für Kindergeschenke

Rund 50 glänzende Sterne hängen am Christbaum in der Kinderklinik des Klinikums Augsburg. Die Sterne sollen helfen, Kindern zu Weihnachten eine Freude zu machen. Jeder, der vorbeikommt, kann einen Stern mitnehmen und seinen Wunsch erfüllen. Durchgeführt wird die Aktion vom Club Soroptimist International in Augsburg, in dem berufstätige Frauen organisiert sind. Auf den Sternen sind Wünsche notiert, die aus den verschiedenen Stationen stammen und den jungen Patienten beim Aufenthalt im Krankenhaus zugutekommen sollen. Die Familienstation wünscht sich beispielsweise weiße Mützen für Neugeborene oder eine Salzlampe für den Stillraum, die Frühgeborenenstation möchte Söckchen und beruhigende Musik auf CD. Andere Stationen haben Steckspiele, Puzzles und Malutensilien auf ihrer Wunschliste stehen. Der preisliche Rahmen für die Geschenke liegt zwischen fünf und 30 €. “Wir hoffen jetzt, dass möglichst viele Besucher in der Kinderklinik einen Stern mitnehmen und ein Geschenk besorgen“, sagt Clubpräsidentin Ulrike Niederzoll[…]. (eva)


Zeitung Klinikum Augsburg, 24. Jahrgang 1/2012 Seite 31

Kinderklinik: Geschenk-Aktion Soroptimistinnen

Die Augsburger Soroptimistinnen haben gemeinsam mit zahlreichen Bürgern aus der Region die Kinderklinik Augsburg / Mutter-Kind-Zentrum Schwaben an Weihnachten vergangenen Jahres großzügig beschenkt. Dr. Tobias Schuster, Chefarzt der Kinderchirurgie und Kinderklinik-Sprecher, freute sich über die zahlreichen Spielsachen, Bücher, Puzzles, Malblöcke und viele kleine Dinge mehr, die den Kindern und Jugendlichen eine Ablenkung vom Krankenhausalltag bieten [… ] (I ak)

Jörg Röhring mit der kleinen Patientin Miriam (re), Pflegedirektor Johannes Wilhelms, Chefarzt Dr. Tobias Schuster von der Kinderklinik und Irene Müller-Wening, Dr. Sabine Lutz,  Ulrike Niederzoll vom Club SI Augsburg (v.li) bei der Übergabe der Geschenke an die Kinderklinik

Jörg Röhring mit der kleinen Patientin Miriam (re), Pflegedirektor Johannes Wilhelms, Chefarzt Dr. Tobias Schuster von der Kinderklinik und Irene Müller-Wening, Dr. Sabine Lutz, Ulrike Niederzoll vom Club SI Augsburg (v.li) bei der Übergabe der Geschenke an die Kinderklinik

 

Augsburger Allgemeine vom 04.12.2012

50 Wünsche von kranken Kindern

Weihnachtsbäume, die Wünsche erfüllen sollen, haben gerade Saison in Augsburg. Ein besonderer steht in der Eingangshalle des Klinikums. Am Baum befinden sich über 50 Sterne, die von Kindern im Krankenhaus gebastelt wurden. Auf der Rückseite sind Wünsche aus der Kinderklinik aufgeschrieben.

Jeder Besucher kann einen Herzenswunsch erfüllen: Wer mitmachen möchte, entfernt einen Stern. Die Wünsche reichen von Nachtlichtern für die kleinsten Patienten über Malutensilien bis zur Knetmasse. All diese Kleinigkeiten sollen den oft schwerkranken Kindern ein wenig Freude in der Vorweihnachtszeit machen. Nachdem man den Wunschzettel mitgenommen hat, soll der Gegenstand in einem Päckchen bis zum 17. Dezember am Infostand im Klinikum abgegeben werden. Kurz vor Weihnachten werden sie an die jungen Patienten übergeben. Die Aktion wird vom Club Soroptimist International für berufstätige Frauen betreut.

„Wir wollen Menschen bewegen, sich zu sozialen Dingen zu bekennen“, sagt die Augsburger Präsidentin Ulrike Niederzoll. „Wir wollen Frauen und Kinder fördern und unterstützen“. Seit 90 Jahren engagiert sich Soroptimist weltweit für Frauen und Kinder. Insbesondere Gesundheit zählt zu dem Programm. Im Klinikum Augsburg werden pro Jahr 7.000 Kinder und Jugendliche stationär und weitere 13.000 ambulant behandelt. (AZ, eva)


Augsburger Allgemeine vom 24.09.2012

Drei Frauen, ein Ziel – Musik aus Brasilien hilft Straßenkindern

Zwischen den Städten Augsburg und São Paulo in Brasilien liegen fast 10.000 km. Aber einige Menschen in beiden Städten sind sich näher, als man meinen möchte. Diese Erfahrung machte jedenfalls die Stadtbergener Künstlerin Brigitte Heintze. Sie lernte eine Pianistin aus Sao Paulo kennen und konnte sie für ein Hilfsprojekt gewinnen: Denn von Augsburg aus wird den Ärmsten der Armen in Brasilien geholfen – den Straßenkindern.

Aber von vorne: Als Brigitte Heinze zum ersten Mal nach Brasilien reiste, knüpfte sie dort Kontakte über das Internationale Frauennetzwerk Soroptimist. So begegnete sie in São Paulo einer anderen Künstlerin – Eny da Rocha, die eine der bekanntesten Pianistinnen des Landes ist.

Vergangene Woche erfolgte eine Reise mit umgekehrten Vorzeichen. Da Rocha kam zum ersten Mal nach Augsburg. Und Ulrike Niederzoll, Präsidentin der Clubs Soroptimist International, nutzte die Gelegenheit, ein kleines, feines Konzert im Kloster Maria Stern der Pianistin zu geben. Rund 70 Zuhörer konnten sich am Samstagabend in die Melodien und Rhythmen hierzulande selten gespielter brasilianischer Komponisten vertiefen, kraftvoll und mit viel Gefühl interpretiert von da Rocha.

Die „guten Schwingungen“ der Musik erfreuten auch die Schwestern von Maria Stern, die da Rocha im Kloster als Gast aufnahmen. Denn aus dem Konzerterlös fließt Geld in ein Hilfsprojekt, dass drei der Franziskanerinnen 1979 gründeten: „Das Heim des Armen Kindes“ in Mossoro, Brasilien. Das Hilfswerk mit Schulen und Werkstätten, die Kindern eine Ausbildung und eine Zukunft geben, kann Spenden dringend brauchen. Zuletzt musste die Zahl der betreuten Kinder und Jugendlichen aus finanziellen Gründen bis auf ein Drittel verringert werden. Jetzt sind es noch 2000.

Eny da Rocha, Konzertpianistin vom Club São Paulo

Eny da Rocha, Konzertpianistin vom Club São Paulo